Satzung

Der gemeinnützigen Körperschaft „Wir sind alle Eins. Menschen werden glücklicher mbH“

Präambel

Die gemeinnützige Körperschaft „Wir sind alle Eins. Menschen werden glücklicher mbH“ verfolgt das Ziel, Menschen, die in Not geraten sind, formlos durch die Tätigkeit anderer Menschen eine rasche Unterstützung erfahren zu lassen. Unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen und Menschen wachsen damit wieder besser zusammen.
Dazu fördert und unterstützt die Körperschaft allein oder in Kooperation mit Partnern Projekte und Angebote, die Privatpersonen, Unternehmen, Non-Profits bei der Umsetzung ihres gesellschaftlichen Engagements.

§ 1
Name und Sitz der Körperschaft

1. Der Name der gemeinnützige Körperschaft lautet: „Wir sind alle Eins. Menschen werden glücklicher mbH“.
2. Der Sitz der Körperschaft ist in Kaufbeuren: Wertachweg 10, 87 600  Kaufbeuren.

§ 2
Gegenstand der Körperschaft

1. Die Körperschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mild-tätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (AO).

2. Zweck der Körperschaft ist auch die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke sowie die Beschaffung von finanziellen Mitteln und anderer Ressourcen für die Förderung gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke in den Bereichen:
–            Förderung der Religion – konfessionsunabhängig;
–            Förderung der Jugend- und Altenhilfe;
–            Förderung von Kunst und Kultur;
–            Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe;
–            Förderung des Wohlfahrtswesens, insbesondere der Zwecke der amtlich an-erkannten Verbände der freien Wohlfahrtspflege (§ 23 der Umsatzsteuer Durchführungsverordnung), ihrer Unterverbände und ihrer angeschlossenen Einrichtungen und Anstalten;
–            die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern;
–            die Förderung des Schutzes von Ehe und Familie; die Förderung der Kriminal-prävention;
–            die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke;
–            die Förderung mildtätiger Zwecke im Sinne des §§ 53 und 54 der Abgabenordnung.

3. Die Körperschaft verwirklicht ihre Satzungszwecke insbesondere durch:
a. den Aufbau und Betrieb regionaler Kontaktstellen, in denen ein Wegbegleiter vor Ort den Mitmenschen ein helfender Freund ist. Er ist für die hilferufenden Menschen der erste Ansprechpartner und Vermittler, der in seinem Umfeld ein Netzwerk von ehrenamtlichen Weggefährten hat.
Die ehrenamtlichen Weggefährten aus unterschiedlichsten Berufsbranchen schenken ihre Dienstleistungen, ihr Können und ihre Talente pro bono den Mitmenschen, die uns vertrauensvoll um Hilfe und Unterstützung bitten. Durch die Vermittlung erleben die Menschen die Würde, gleichwertig respektiert zu sein; denn ein menschenwürdiges Leben fußt auf Anerkennung in der Gesellschaft. Menschen schenken sich gegenseitig Hochachtung und werden eins. Ausgrenzungen und Abwertungen von Menschen sind damit „Geschichte“!
In jeder regionalen Niederlassung findet einmal im Jahr ein großes Fest statt. Menschen, denen wir unsere Hilfeleistungen während des Jahres schenken dürfen, feiern mit den Weggefährten, Freunden und Angehörigen.
Regionale Öffentlichkeitsarbeit und ein detaillierter Jahresbericht informiert das gesellschaftliche Umfeld über unsere Leistungen und motiviert dadurch zahlreiche Menschen, sich unserer Stiftung anzuschließen – und die Vision „Wir sind alle eins. Menschen werden glücklicher“ zu leben.
In unseren Niederlassungen trägt uns eine Atmosphäre des Eins-sein. Jeder Weggefährte ist dankbar, in unserer Stiftung mitwirken zu dürfen; denn die Vision der Stiftung ist mit der Vision des Weggefährten identisch. Unsere Weggefährten bezeichnen ihr Mittun nicht als Beruf, sondern als Berufung mit anderen Menschen eins-sein zu können.
Jeder Tag beginnt mit einem Dankgebet. Die Stiftung ist religiös neutral und daher sind keine bestimmten Gebetstexte vorgeschrieben. Aus der Dankbarkeit entsteht Schaffenskraft und neue Visionen.
b. Auch haben wir Weggefährten, die unsere gemeinnützige Arbeit finanziell unterstützen. Es bedarf neben einer geschenkten Dienstleistung auch etwas Geld, um z.B. Einzelnen oder einer Familie finanziell helfen zu können.
Es haben die vertraglich angebundenen – bezahlten – Weggefährten in den regionalen Kontaktstellen einen Anspruch auf einen Lebensunterhalt.
Die Verwaltungskosten, die Räumlichkeiten und die Ausstattung müssen auch bezahlt werden.
Die finanzielle Beteiligung kann eine einmalige oder eine monatliche Spende sein; z. B. – der Spender gibt der Körperschaft ein Darlehen.
c. Alle unsere Weggefährten treffen sich jährlich zu gemeinsamen Exerzitien.
d. Wir fördern die Erstellung und / oder die Bereitstellung von allgemein verständlichen Informationen sowie die Notwendigkeit, den Stand und die Möglichkeiten des gemeinnützigen Engagements beispielsweise in Form von Hintergrundbroschüren, Strategiepapieren, Pressearbeit oder eines regelmäßigen Newsletters;
e. Wir fördern die Initiierung und / oder die Durchführung von öffentlichen Informationsveranstaltungen, insbesondere für Ehrenamtliche und Multiplikatoren, wie zum Beispiel Vorträge, Schulungen oder Projektbesuche. Die inhaltlichen Schwer-punkte dieser Veranstaltungen können auch beispielsweise auf der Vermittlung wichtiger Grundlagen für bürgerschaftliches Engagement oder der Präsentation von „best practice“ Beispielen und Modellversuchen aus dem Inland liegen.
f. Wir fördern die Initiierung oder die Durchführung von Projekten und Angeboten, die das Ziel verfolgen, dass sich insbesondere mehr Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen in Zukunft bürgerschaftlich engagieren und / oder sie mehr Res-sourcen effektiv für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke in Form von Geld-, Zeit-, Kompetenz-, Sach- oder IT-Spenden zur Verfügung stellen.
4. Die Körperschaft kann ihre Zwecke auch in Kooperationen mit geeigneten Partnern umsetzen.
5. Sofern die Körperschaft nicht selbst oder durch eine Hilfsperson tätig wird, kann sie ihre Mittel gemäß § 58 Nr.1 AO auch anderen Körperschaften oder Körperschaften des öffentlichen Rechts zur Verwirklichung der vorbezeichneten, steuerbegünstigten Zwecke zuwenden. Die Beschaffung von Mitteln für und die Weiterleitung der Mittel an eine unbeschränkt steuerpflichtige Körperschaft des privaten Rechts setzt voraus, dass diese selbst steuerbegünstigt ist.
6. Mittel der Körperschaft dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.
7. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken der Körperschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen zu beziffern sind, begünstigt werden.
8. Die Gesellschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§ 3
Stammkapital und Stammeinlagen

1. Das Stammkapital der Körperschaft beträgt:
€ 25.000,00
– Euro fünfundzwanzigtausend-.
2. Der Geschäftsführer hat unverzüglich nach Wirksamwerden jeder Veränderung in den Personen zum Handelsregister einzureichen.

§ 4
Geschäftsjahr

1. Die Dauer der Körperschaft ist unbestimmt.
2. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
3. Das erste Geschäftsjahr beginnt mit dem Tag der Eintragung der Körperschaft im Handelsregister und endet mit dem Ablauf des Kalenderjahres der Eintragung.

§ 5
Geschäftsführung

1. Die gemeinnützige Körperschaft hat einen Geschäftsführer und einen Beirat. Die Körperschaft wird von Geschäftsführer vertreten.
2. Der Geschäftsführer bedarf der Zustimmung des Beirates beim
a) Erwerb, Veräußerung und Belastung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten,
b) bei allen Geschäften, die über den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb der Körperschaft hinausgehen.

§ 6
Beirat

1. Die Körperschaft hat einen Beirat. Der Beirat hat beratende und mitwirkende Funktion und kann bis zu 7 Mitglieder haben.
2. Der Beirat berät die Geschäftsführung in allen wichtigen Fragen. Der Beirat soll aus Personen des öffentlichen Lebens und aus Privatpersonen bestehen, die in besonderer Weise den Gedanken der Gemeinnützigkeit und Mildtätigkeit verbunden sind.
3. Die Geschäftsordnung für den Beirat wird durch die Geschäftsführung erlassen. Die Geschäftsführung kann Arbeitsgruppen des Beirats ins Leben rufen und die jeweiligen Rechte und Pflichten im Anhang der Geschäftsordnung festhalten.
4. Eine Vergütung für die Tätigkeit als Beirat wird nicht gewährt, diese Tätigkeit ist ehrenamtlich (unentgeltlich). Anfallende Auslagen werden ersetzt. Soweit steuerliche Regelungen Pauschalen vorsehen (z.B. Fahrtkosten), sind diese auf den Auslagenersatz anzuwenden.
5. Wenn und soweit Mitglieder des Beirates über die Beiratstätigkeit hinaus im Interesse der Gesellschaft tätig werden, gilt diese Tätigkeit nicht als eine Ausübung der Tätigkeit als Beiratsmitglied.

§ 7
Bilanzerstellung und Verwendung des Bilanzgewinnes

1. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses gelten die Bestimmungen der §§ 238 ff HGB, insbesondere die §§ 264 ff HGB. Die Feststellung des Jahresabschlusses hat nach den Bestimmungen des § 42 a GmbHG zu erfolgen.
2. Der Jahresabschluss ist von einem Angehörigen der steuerberatenden Berufe zu prüfen, sofern er nicht von einem solchen erstellt wurde.

§ 8
Liquidation

1. Im Falle der Auflösung der Körperschaft erfolgt deren Abwicklung durch den Geschäftsführer als Liquidator.  Der Liquidator ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit, soweit er auch als Geschäftsführer befreit war.
2. Bei Auflösung der Körperschaft oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vermögen der Körperschaft an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für die Förderung bürgerschaftlichen Engagements.
3. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamts ausgeführt werden.

§ 9
Bekanntmachungen

Sämtliche Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen ausschließlich im elektronischen Bundesanzeiger.